zur Hauptseite
 Studium
 | Fakultät für Mathematik und Informatik | Friedrich-Schiller-Universität Jena | 

Zum Beginn des Wintersemesters 2008/09 werden an der Fakultät die Studienabschlüsse Bachelor of Science (B.Sc.) und Master of Science (M.Sc.) eingeführt. Eine Immatrikulation in die Diplom-Studiengänge in das erste Semester ist nicht mehr möglich.

Die neuen Bachelor-/Master- Studiengänge

Studienziele und Kompetenzprofil
Ziel der Studiengänge mit dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss Bachelor of Science ist es, die Studierenden auf die berufliche Tätigkeit vorzubereiten bzw. mit einer breit angelegten Ausbildung in den wissenschaftlichen Grundlagen die Basis für weitere Aus- oder Weiterbildungs­abschnitte innerhalb oder außerhalb der Hochschule zu legen. Die Studierenden erwerben Kenntnisse der fachlichen Systematik, Begrifflichkeit und grundlegender Inhalte des jeweiligen Faches. Nach erfolgreichem Studienabschluss haben die Studierenden das für ein breites und sich ständig wandelndes Berufsfeld erforderliche grundlegende Fachwissen sowie fachliche und überfachliche Schlüsselqualifikationen erworben. Sie sind befähigt, sich fachwissenschaftliche Informationen eigenständig zu erschließen, zu strukturieren und anzueignen, das erworbene Wissen kritisch einzuordnen sowie erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten anzuwenden. Sie haben methodische und soziale Kompetenzen erworben, die es ihnen erlauben, das Wissen flexibel anzuwenden und sind zur Teamarbeit befähigt.
Für das konsekutive Studium bilden die qualifiziert abgeschlossenen Bachelor-Studiengänge die erste Stufe und stellen eine Eingangsvoraussetzung für die forschungs­orientierten Masterstudiengänge an der Fakultät für Mathematik und Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena dar. Diese bauen auf dem bereits erworbenen ersten Abschluss auf und führen zum zweiten berufsqualifizierenden Abschluss Master of Science. Ziel des Studiums ist es, die Studierenden auf eine selbstständige Forschungs- und Entwicklungstätigkeit oder eine nachfolgende Promotion vorzubereiten. Die wissenschaftlichen Kenntnisse werden vertieft und die Fähigkeit vermittelt, diese in der Praxis anzuwenden und Fragestellungen in fachliche Zusammenhänge einzuordnen.
Die konsekutiven Studiengänge sind grundlagen- und forschungsorientiert. Die Regelstudienzeiten betragen 6 (Bachelor) bzw. 4 Semester (Master). Im anwendungsorientierten Bachelor-Studiengang Angewandte Informatik beträgt die Regelstudienzeit 7 Semester. Der interdisziplinäre Master-Studiengang Computational Science ist für eine Regelstudienzeit von 4 Semestern konzipiert. Beginn der Bachelor-Studiengänge ist im Wintersemester 2008. Der Masterstudiengang Computational Science soll im Wintersemester 2009 beginnen. Für übrigen die Masterstudiengänge ist als Beginn das Wintersemester 2010 vorgesehen. Die Studiengänge orientieren sich an den fächerspezifischen Vorgaben von ASIIN.

Die Studiengänge

  1. Bioinformatik
  2. Informatik
  3. Mathematik
  4. Wirtschaftsmathematik
  5. Angewandte Informatik
  6. Computational Science
  7. Ergänzungsfach Informatik
  8. Ergänzungsfach Mathematik

Bioinformatik

Bioinformatiker sind Spezialisten an der Schnittstelle zwischen Informationstechnologie und Biowissenschaften. Die Bioinformatik stellt heute Werkzeuge für faktisch jede biologische Disziplin zur Verfügung, insbesondere aber für die Molekularbiologie, und ist integraler Bestandteil der modernen biologischen und medizinischen Forschung. Insbesondere werden die für das bioinformatische Arbeiten erforderlichen theoretischen, praktischen und technischen Kenntnisse vermittelt. Zudem werden tiefergehende Kenntnisse aus den drei Bereichen Bioinformatik, Informatik und Biologie vermittelt, die die Studenten aus einem fachlich breiten Katalog von Lehrveranstaltungen auswählen können. Die Studiengänge werden sowohl von der Fakultät für Mathematik und Informatik als auch der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät gestaltet.

Informatik

Ein besonderes Merkmal unseres alten Diplomstudienganges Informatik war, dass er - unter Ausnutzung der Tatsache, dass er an einer Volluniversität angesiedelt ist - den Studierenden große Freiheiten bei der Wahl eines Studienprofils ließ. Insbesondere konnten sie durch Schwerpunktsetzung ihr Studium darauf ausrichten, ob sie später eher eine Tätigkeit in der Wissenschaft oder in der Wirtschaft anstreben. Um diese Flexibilität bei der grundsätzlichen beruflichen Orientierung der Ausbildung für die neuen, gestuften Studiengänge zu bewahren und sogar noch zu intensivieren, sollen nun diese beiden, im Diplom bisher implizit koexistierenden Ausrichtungsvarianten jeweils durch einen eigenen, maßgeschneiderten Bachelor- bzw. Master-Studiengang realisiert werden: einen Zug, bei dem ein bodenständiger, 6-semestriger Kerninformatik-Bachelor-Studiengang von einem 4-semestrigen, konsekutiven Informatik-Masterstudiengang ergänzt wird, der speziell auf eine spätere wissenschaftliche Tätigkeit vorbereiten soll und einen zweiten Zug, bei dem ein bodenständiger 7-semestriger Bachelor-Studiengang mit einem speziellen Anwendungsfach, unter besonderer Betonung von Praxiselementen (z.B. einem vollen Praxissemster) gezielt für eine spätere Tätigkeit in der Wirtschaft qualifizieren soll. Wir sind davon überzeugt, dass auf diese Weise der bisherige Diplomstudiengang Informatik optimal in die neuen Studienprogramme abgebildet werden kann. Im konsekutiven Studiengang Informatik (B.Sc. und M.Sc.) erwerben die Studierenden Kenntnisse der grundlegenden Inhalte der Informatik sowie die für das informatische Arbeiten erforderlichen theoretischen, praktischen und technischen Kenntnisse. Entsprechend dem besonderen Forschungsprofil der Fakultät für Mathematik und Informatik in Jena werden zudem tiefergehende Kenntnisse aus den Bereichen der Algorithmik, der Informations- und Softwaresysteme, der intelligenten informationsverarbeitenden Systeme sowie der parallelen und eingebetteten Systeme vermittelt.

Mathematik

Die übergeordneten Studienziele des Bachelor-Studiengangs sind: solide mathematische Fachkenntnisse; Erwerb des mathematischen Mindsets (logisches Denken usw.); Schlüsselqualifikationen. Um eine Schwerpunktbildung zu ermöglichen, sind fast alle Module ab dem 4. Semester Wahlpflichtmodule.
Im Master-Studiengang sind die übergeordneten Studienziele der Ausbau der Fach­kenntnisse, die Befähigung zur eigenverantwortlichen mathematischen Tätigkeit, sowie die Weiterentwicklung der Schlüsselqualifikationen. Im Hauptfach Mathematik gibt es keine Pflichtmodule.
Um den Übergang vom Diplomstudium Mathematik zum Bachelor/Master Studium möglichst reibungslos zu gestalten, wurde der Diplomstudiengang bereits zum WS 2005/06 für Neu­ein­schreibungen modularisiert. Somit ist ein studienbegleitendes Prüfungssystem bereits in Jena etabliert.

Wirtschaftsmathematik

Die übergeordneten Studienziele des Bachelor-Studiengangs sind: solide mathematische und wirtschaftswissenschaftliche Fachkenntnisse; Erwerb des mathematischen Mindsets (logisches Denken usw.); Schlüsselqualifikationen. Entsprechend dem besonderen Forschungsprofil der Fakultät für Mathematik und Informatik in Jena werden vertiefte Kenntnisse in mathematischer Optimierung und Stochastik vermittelt. Diese Disziplinen eignen sich besonders für die Modellierung ökonomischer Prozesse. Das Wirtschaftsmathematikstudium fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Mathematikern und Wirtschaftswissenschaftlern.
Im Masterstudiengang werden vertiefte Kenntnisse in theoretischer und praktischer Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik vermittelt. Er entspricht in seinen Anforderungen dem früheren Diplom Wirtschafts-Mathematik. Auch hier liegt ein Schwerpunkt auf den Gebieten mathematische Optimierung und Stochastik. Diese Disziplinen eignen sich besonders für die Modellierung ökonomischer Prozesse. Das Wirtschaftsmathematikstudium fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Mathematikern und Wirtschaftswissenschaftlern. Im Studium wird in verstärktem Maße das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten vermittelt. Der Schwerpunkt des Masterstudiums liegt nicht in der Vorbereitung auf eine ganz bestimmte Berufstätigkeit, sondern auf der Vermittlung von Methodenkompetenz. Der Masterstudiengang Wirtschaftsmathematik bereitet auf eine Berufstätigkeit hervor, bei der die Kombination von analytischem und ökonomischem Denken von besonderem Belang ist.

Angewandte Informatik

Der Bachelor-Studiengang Angewandte Informatik hebt sich vom konsekutiven Studiengang B.Sc. Informatik einerseits durch das stark profilbildende Anwendungsfach und andererseits durch eine Schwerpunktsetzung in der praktischen Ausbildung ab, die auch durch ein Semesterprojekt unterstrichen wird, das im Normalfall bei einem Industriepartner absolviert wird. Im Vergleich zum Studiengang Informatik-Bachelor nehmen Module zur Vermittlung von informatorischen Fach-und Methodenkompetenzen einen geringeren Raum ein (69 statt 93 Leistungspunkten). Ein wesentlicher Bestandteil ist somit die Vermittlung von berufsfeldorientierten Qualifikationen.
Die Studierenden erwerben Kenntnisse grund­legender Inhalte sowohl der Informatik als auch eines von ihnen gewählten Anwendungs­faches sowie die für das Arbeiten in einem entsprechenden interdisziplinären Umfeld erforderlichen theoretischen, praktischen und technischen Kenntnisse. Die Regelstudienzeit beträgt 7 Semester (210 Leistungspunkte). Das Studium des Anwendungsfaches erfolgt kontinuierlich über die ersten drei Studienjahre. Im abschließenden siebten Semester (Praxissemester) werden die bis dahin erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen in einer realen Einsatzumgebung angewendet, erprobt und vertieft. Um den Studierenden eine Schwerpunktbildung zu ermöglichen können Wahlpflichtmodule aus den Bereichen der Algorithmik, der Informations- und Softwaresysteme, der intelligenten informationsverarbeitenden Systeme sowie der parallelen und eingebetteten Systeme belegt werden.

Computational Science

Neben den klassischen Säulen Theorie und Experiment spielt für die natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschung sowie industrielle Praxis die numerische Simulation mit Hochleistungsrechentechnik eine immer größere Rolle. Man ist heute ebenso in der Lage, ganze technische Abläufe im Rechner vor der eigentlichen Fertigung zu beherrschen und zu optimieren, wie Vorgänge und Phänomene aus den Naturwissenschaften nachzubilden und zu untersuchen. Dadurch kann in vielen Fällen die Zahl aufwendiger Experimente erheblich reduziert werden. Zudem werden Ressourcen gespart und die Entwicklungen werden wesentlich beschleunigt.
Um aber effizient Simulationsstudien und die Auswertung großer in Experimenten gewonnener Datenmengen mit Hochleistungsrechentechnik betreiben zu können, bedarf es konzertierter interdisziplinärer Anstrengungen. Hier setzen die rechnergestützten Wissenschaften oder Computational Science an. Dies betrifft die mathematische Modellbildung, die numerische Behandlung der Modelle, die Implementierung der Modelle auf Hochleistungsrechentechniken, sowie vertieftes Wissen in den naturwissenschaftlichen Anwendungsgebieten. Computational Science nimmt so im Spannungsfeld von Angewandter Mathematik, Informatik sowie Ingenieur- und Naturwissenschaften eine zentrale Stellung ein und ist zu einer Schlüsseltechnologie für die Zukunft geworden. Dieser Entwicklung trägt der Studiengang Computational Science Rechnung. Er ist demzufolge inter- und transdisziplinär angelegt. Dem an der Friedrich-Schiller-Universität Jena vorhandenem vielfältigen Forschungsprofil entsprechend, werden tiefergehende Kenntnisse in den Basisfächern Angewandte Mathematik, Informatik sowie in ver-schiedenen wichtigen Anwendungsbereichen wie Physik und Materialwissen-schaften, Chemie und Geowissenschaften, Bioinformatik und Neurowissenschaften und Computerlinguistik, vermittelt. Zu diesem Zweck bringen verschiedene Fakultäten der Friedrich-Schiller-Universität Jena ihre diesbezügliche Kompetenz in den Studiengang ein. Zulassungsvoraussetzung zum Studium sind ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelor-Studium in Informatik, Mathematik oder in einem naturwissenschaftlichen Fach, wobei ausreichende Kenntnisse in Mathematik und Informatik nachgewiesen werden müssen. Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester (120 Leistungspunkte).

Ergänzungsfach Informatik

Das Studium der Informatik als Ergänzungsfach beinhaltet eine Grundbildung in Informatik (Grundlagen der Programmierung und der Rechnernutzung). Darüber hinaus werden anwendungsbezogene Wissenschaftsgebiete in großer Breite angeboten, die Querverbindungen und Brückenschläge zum Hauptfach anregen und ein tieferes Eindringen in das gewünschte berufsbezogene Spezialfach ermöglichen. Grundsätzlich sollen die Studenten exaktes naturwissenschaftliches Denken, Abstraktionsvermögen, Problemverständnis und Verwendung präziser Ausdrucksmittel schulen. Sie erwerben damit gute Voraussetzungen für interdisziplinäre Arbeit in unterschiedlichen akademischen Berufsfeldern. Es sind Pflicht- und Wahlpflichtmodule im Umfang von 60 LP zu belegen.

Ergänzungsfach Mathematik

Das Studium der Mathematik als Ergänzungsfach beinhaltet eine Grundbildung in Mathematik (Grundlagen in theoretischer und praktischer Mathematik, Modellierung und Rechnernutzung). Darüber hinaus werden anwendungsbezogene Wissenschaftsgebiete in großer Breite angeboten, die Querverbindungen und Brückenschläge zum Hauptfach anregen und ein tieferes Eindringen in das gewünschte berufsbezogene Spezialfach ermöglichen. Grundsätzlich sollen die Studenten exaktes naturwissenschaftliches Denken, Abstraktionsvermögen, Problemverständnis und Verwendung präziser Ausdrucksmittel schulen. Sie erwerben damit gute Voraussetzungen für interdisziplinäre Arbeit in unterschiedlichen akademischen Berufsfeldern.
Es sind Pflicht- und Wahlpflichtmodule im Umfang von 60 LP zu belegen.


Suche     Letzte Änderung am 28. 05. 2008   ··  Webadmin